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Roland Tichy, Chefredakteur Wirtschaftswoche: “Wer den Euro retten will, muss ihn abschaffen”

19. November 2012 by

Roland Tichy, Chefredakteur der angesehenen Wirtschaftswoche, geht in seiner Kolumne “Tichys Totale” im heute erschienenen Magazin mit den Euro-Rettungsversuchen der Politik und den ihr soufflierenden Ökonomen ins Gericht. Tichy:

“Zu hohe Schulden, reden sie uns ein, kann man dadurch bekämpfen, dass man mehr Schulden macht. Irgendwann werden unsere Kinder fragen, wie wir ernsthaft glauben konnten, den Euro dadurch zu retten, dass wir Griechenlands Schulden bezahlen und ihm helfen, noch mehr Schulden zu machen. Es ist ja offenkundig, dass das nicht funktioniert: zwei, bald drei Rettungspakete, Übernahme von Schulden, was bislang verboten war; Schuldenerlass, ebenso verbotene Finanzierung der griechischen Schulden durch klandestine Aktionen der Europäischen Zentralbank (EZB); Euro-Bonds durch die Hintertür, frisierte Berichte der Troika. Bis 2022 soll Griechenland also auf diese Weise gerettet werden? Da lachen die Hühner und es fliegen die Ziegen.”

Der Chefredakteur des in Düsseldorf erscheinenden Magazins hat die Rettungsversuche der Bundesregierung seit langem kritisch hinterfragt. So massiv wie in der aktuellen Kolumne hat er sich bislang nicht geäußert. Tichys Fazit:

“Allein des Ausradieren der griechischen Staatsanleihen wird Deutschland Dutzende von Milliarden kosten. Aber wer der Gefahr kühl ins Auge blickt, kann sie bewältigen – durch das Schließen der Augen ist noch kein Säbelzahntiger verschwunden und durch Buchungstricks ist noch kein Haushalt gerettet worden.”

One Response to Roland Tichy, Chefredakteur Wirtschaftswoche: “Wer den Euro retten will, muss ihn abschaffen”

  1. Ich möchte mich den Aussagen von Herrn Tichy sowohl in der Euro-Krise und den Aussagen in meiner Tageszeitung “Südkurier”, “Verweigern Sie sich der Wortdiktatur” unbedingt anschließen. Der größte Feind der Demokratie ist die “politische Korrektness” der Medien und der Politiker. Neger bleibt neger und Zigeuner Zigeuner. Das große Übel daran ist, dass fast alle Medien mitmachen, beschönigen und Fakten dadurch verheimlichen. Ganz übel wird dies bei der fast unkontrollierten prekären Zuwanderung, der Ausländerkriminalität, dem hohen Anteil von arbeitslosen Ausländern in Haftanstalten und Frauen in Frauenhäusern sowie der Bildungsferne dieser Zuwanderer praktiziert. Kein einziger meiner Leserbriefe mit solchen tatsächlichen Inhalten wurde je abgedruckt. Der Ausspruch von “Voltaire”, “ich verabscheue, was Sie schreiben, würde aber mein Leben dafür geben, dass Sie es schreiben dürfen”, gilt für unsere Medien nicht. Beschwerden beim deutschen Presserat sind nutzlos, deshalb steht Deutschland in Sachen Meinungs- und Pressefreiheit zusammen mit Haiti jetzt sogar auf dem 17. Platz. Einzig und allein der teilweise illegale Kampf “gegen alles was nur nach Rechts riecht” ist für die deutschen Medien und die “GRÜN-Linke-Fraktion” im Land wichtig.Ich verachte zwischenzeitlich diese Medien und Politiker, Medien noch mehr, weil diese für diesen Unkult verantwortlich zeichnen.
    Vielleicht kann dieses Schreiben auch an H.Tichy weitergeleitet werden. Er soll mit seinen Beiträgen ja weitermachen, ich bin mir sicher, dass eine große Bevölkerungsmehrheit diese Meinung teilt, aber nicht mehr gehört wird und auch keine Partei mehr hat, die für diese Mehrheit wählbar ist. Auch ich wurde politisch heimatlos.
    Gruß
    “W.Christ

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