Zum Tag der Deutschen Einheit hatten wir hier dokumentiert, wie sehr die SPD gegen die Wiedervereinigung war. Hier noch ein kleiner Nachtrag. In einem Blitztelegramm aus Bonn, kurz nach der Öffnung der ungarischen Grenze für DDR-Flüchtlinge, am 13. September 1989, wurde der SED-Führung mitgeteilt, dass der SPD-Parteivorstand an der
“Aufrechterhaltung der Beziehungen zur SED” festhalte und diese gegen “Angriffe und Diffamierungen der CDU zu verteidigen” gedenke.
Die SPD werde weiter “gegen (die) Destabilisierung” der DDR und in “Abgrenzung von nationalistischem Wiedervereinigungspathos (der) CDU” an der Existenz zweier deutscher Staaten festhalten. Diese Zweistaatlichkeit sei, so heißt es in dem “Blitztelegramm” über die SPD-Vorstandssitzung, “eingebunden in die von den Völkern gewünschte Nachkriegsordnung”.
Information aus der gedruckten Ausgabe der FAZ von Freitag, dem 23. 9. 1994.

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