Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spielt mit dem Feuer. Nachdem er mit Kampfjets ein aus Moskau kommendes syrisches Verkehrsflugzeug zur Landung gezwungen hat, hat Russlands Präsident Putin einen Besuch in Ankara abgesagt. Zuvor hatte die Türkei, das Mitglied des NATO-Bündnisses ist, dem Nachbarn Syrien, dem die Türkei noch vor kurzem wohlgesonnen war (siehe Foto), offen mit Krieg gedroht. BILD fragt: “Riskiert Erdogan einen Krieg?”
Jedem Beobachter sollte klar sein, dass Syrien nicht das allergeringste Interesse haben kann, sich an der Türkei zu reiben. Syriens Diktator Baschar al-Assad steht unter großem Druck der radikalislamischen “Rebellen”, die offen von den USA unterstützt werden. Damit hat er alle Hände voll zu tun und somit ist naheliegend, dass er keine Auseinandersetzung mit der Türkei sucht.
Die Granaten, die auf türkischem Gebiet einschlugen, sind somit mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zielgerichtet von syrischen Streitkräften abgefeuert worden.
Wenn Erdogan jetzt weiter zündelt, besteht die Gefahr, dass der bislang innersyrische Konflikt sich grenzüberschreitend ausbreitet und zu einem Flächenbrand wird.
NATO Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wird schon öfter mit Erdogan telefoniert haben.

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