Angela Merkel – Thema bei Jauch: -Dabei: Gertrud Höhler (“Die Patin”), die Merkel kritisiert, TV-Journalist Volker Herles, Ursula von der Leyen, Sozialministerin und der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maiziere, der Helmut Kohl Angela Merkel empfohlen hatte.
Gertrud Höhler kritisiert die Kanzlerin scharf. Die Energiewende beschreibt sie als “Husarenstück”. Vorher hatte Lothar de Maiziere zugegeben, als er Helmut Kohl die junge Frau Merkel empfohlen habe, nicht geglaubt zu haben, dass sie derartig durchsetzungsfähig ist. Kohl habe ihn, de Maiziere, nach einer Jungpolitikerin gefragt, mit der er ein “weiches Ministerium” besetzen wollte. Kohl hatte wohl jemand anderen im Visier, de Maiziere habe Merkel empfohlen.
Wolfgang Herles sagt über Merkel, sie sei eigentlich weder eine typische Ost- noch eine Westdeutsche.
Höhler über von der Leyen: “Es sind Themen der Sozialdemokraten abgesogen worden.” “Meine größte Besorgnis, dass Kinder nach dem ersten eLebensjahr in die Gruppenverwahrung gegeben werden sollen.”
Von der Leyen wirft Höhler “abstruse Schlüsse” zu. Kritisiert Höhler, Merkel “die Fremde aus Anderland” genannt zu haben. Applaus im Publikum. Klugheit, Gerechtigkeit, Mut und Maß – diese Werte träfen auf Merkel zu. Politik müsse sich ändern, weil Werte sich ändern.
Höhler: Sie hat selbst gesagt, unter den Bedingungen des Westens wäre ich nicht Politikerin geworden.
Volker Herles: “Merkel hat von der guten alten Westzeit keine Ahnung. Sie weiß nichts von Ludwig Erhard. Der würde sich im Grabe udrehen, wenn er Merkel hören würde. Sie will mehr Staat, Frau Merkel hat von Liberalität keine Ahnung,” Merkel sei geprägt von einer Überfürsorge des Staates.
Einspielfilm zeigt den Merkel-Check:
-Wehrpflicht stand nie zur Debatte. Union setzte sie aus
- Bildung: CDU will Abschaffung der Hauptschule
-Kernkraft: Lange unantastbar. Nach der Katastrophe von Fukushima: Atomausstieg
-Dass der Staat sich in Löhne einmischt, vorher unvorstellbar
-Homo-Ehe: Früher undenkbar
Gertrud Höhler: Bei der Schulpolitik ist viel SPD drin. Bei der Energiewende sagte Merkel: Bei mir hat das etwas verändert… Und genauso läuft es bei der Euro-Rettung…
Von der Leyen schwärmt von der CDU, sie sei “wandlungsfähig”, Mindestlöhne habe schon Kohl eingeführt, die Wehrpflicht sei nicht gerecht gewesen.
Höhler spricht von kommenden erhöhten Strompreisen und von Staatswirtschaft in der Energie. Das Schulsystem schiebe Vielfalt weg, sie spricht von “quasi sozialistischen Schulen”.
Herles: “Wenn eine Partei sagt, sie wolle nicht mehr die Kernenergie- sondern eine grüne Partei sein, ist das ja in Ordnung. Aber die Diskussion ist ja gar nicht geführt worden.” Kanzlerin müsse dafür sorgen, dass diskutiert wird, dass es eine lebendige Partei bleibt. Starke seien wegrasiert worden. Dies sei kein Zeichen starker Führung.
Einspielung Adenauer-Enkel Stefan Werhahn, jetzt, nach Austritt aus der CDU, Finanzexperte der Freien Wähler: “Partei ist argumentative Einöde. Es wird nicht kreativ über Alternativen nachgedacht.” So wie er seinen Großvater kenne, würde der sagen, die Partei müsse zum Pfad der Tugend zurückkehren.
Höhler mahnt fehlende Diskussionskultur an, spricht für die Masse unverständlich in Schachtelsätzen. Von der Leyen lobt Debattenkultur. Herles: In Talkshows ja, im Parlament nein.
Bei Frau Merkel falle auf, dass sie besonders tüchtige Politikerin zum Aussteigen anrege, sagt Höhler. “Wir leben mit der Faust in der Tasche”, sagten ihr Menschen im Umkreis Merkel.
Einspieler: Merkels Entlassungsrede für Umweltminister Röttgen.
Höhler: “Röttgen ist sozusagen ein Bauernopfer im Zusammenhang der wachsenden Erkenntnis, dass es mit der Energiewende nicht so läuft, da braucht man immer einen, den man in die Wüste schickt.”
Von der Leyen findet die Entlassung Röttgens in Ordnung. Man könne sich “richtig mit Merkel auseinandersetzen”. Sie sei nie verletzend, man könne konsequent weiter arbeiten. Die (von Merkel verdrängten) Männer seien aus unterschiedlichen Gründen gegangen.
Von der Leyen meint, Merkel habe Röttgen nicht mehr “die Autorität und Durchsetzungsfähigkeit” zugetraut.
Höhler bezeichnet Umweltminister Altmaier als “Kommunikations- und Ankündigungsminister”.
Jauch spricht den Buchtitel “Die Patin” an… Höhler: Merkel ist Schweigerin, unideologisch unterwegs, ginge mit Rechtsstrukturen zu locker um. Höhler spricht Gesetzesbrüche bei der Energiepolitik an und nennt Ex-RWE-Chef Dr. Großmann als Beispiel.
Der geplante ESM, kritisiert Höhler, sei unkündbar, der Gouverneursrat könne nie zur Verantwortung gezogen werden.
Herles sagt, Merkel sei nicht in der Lage, den Leuten zu erklären, wo sie hinwill, sie sei keine Kommunikatorin. Wieder wirft sich von der Leyen vor die Kanzlerin. Die Menschen hätten Vertrauen zu ihr.
Jauch präsentiert eine aktuelle Infratest-Umfrage. Auszüge:
57 % sagen, sie sei ein Poltiikerin, auf die man sich verlassen kann
Genauso viele sagen, sie stehe für christlich-konservative Werte,
52 % glauben, sie sei ehrlich.
37 % sagen, sie habe keine klar erkennbaren politischen Überzeugungen
35 % sagen, dass sie dazu beigetragen habe, dass die CDU an Profil verloren habe
Volker Herles glaubt, die Leute suchten Sicherheit bei “dieser matriarchalischen Figur”. Man fühle sich einigermaßen vertreten von ihr. Sie habe nur 33,8 % der Stimmen bei der nächsten Bundestagswahl bekommen, das sei kein tolles Ergebnis.
HINWEIS: Da aktuell mitgeschrieben, sind Lücken und geringfügig fehlerhafte Äußerungen nicht auszuschließen.

In der Sendung wurde Angela Merkel als „intelligent“ und „ehrlich“ bezeichnet, was nicht für einen tieferen Durchblick spricht. Denn diese beiden Eigenschaften schließen bei Frau Merkel einander aus. Das seinerzeitige Interview mit der WDR-Intendantin Monika Piel offenbarte zweifelsfrei, daß unsere Kanzlerin höchstens eines von beiden sein kann, also intelligent oder ehrlich, aber nicht beides zugleich, da sie als Physikerin auf die Frage, ob sie die Relativitätstheorie verstehe, behauptete, sie mal ganz gut verstanden zu haben, was objektiv nicht möglich ist. Wenn sie das also subjektiv wirklich glaubt, ist sie nicht intelligent, und im anderen Falle ist sie logischerweise nicht ehrlich. In Wahrheit ist diese längst falsifizierte Theorie nämlich überhaupt nicht zu verstehen, weil sie beispielsweise wegen der fehlenden Transitivität der zugrundeliegenden Lorentz-Transformation nicht konsistent ist. Man kann dieses Machwerk, wenn man nicht gerade auf den Kopf gefallen ist, also nur durchschauen.